Mythos Auswandern - Go Hard or Go Home ! - Torsten J. Koerting

Auswandergeschichten
heute: Torsten J. Koerting

Januar 15th, 2010 — 11:20am

Rahmenbedingungen

Im Juli 2006 mit 35 Jahren nach Australien ausgewandert, mit Frau und einer 3 Jahre alten Tochter

Eine Idee wird geboren

Wollten schon immer mal wieder weg, waren schon immer Globetrotter die die Welt nicht nur durch Reisen kennenlernen wollten. Amerika waren wir schon (New York von 1998 bis 2001), Süd-Afrika war politisch zu instabil, Dubai nicht das richtige, Kanada zu kalt, Australien das Land der Wahl. Ich war jedoch noch nie da. Egal, ich liebe Risiko.

Die Vorbereitung

Erst mal war das Visum zu beantragen. Hat uns ca. 2 Jahre gedauert (Skilled Visa, mit Job on Demand), 9 Ordner erstellt, fuer knapp 8.000 Euro Dokumente übersetzt, zwei Institutionen mussten zustimmen, hat mehr als 10.000 Euro gekostet bis das Visum im Pass war. Dann musste Job gekündigt, die Tränen bei Freunden und verwandten getrocknet und die Wohnung gekündigt werden. Über die Alpen (2 Monate Zwischenaufenthalt) und Süd-Afrika ging es nach Perth / West Küste Australien)

Im neuen Land

Camping, Brisbane, Auswandern

Camping, Brisbane, Auswandern

Keine Ahnung wo wir hin wollten. Perth, Sydney, Adelaide, Melbourne oder doch Brisbane. Das Wetter und der Starbucks war dann doch am besten in Brisbane. 3 Wochen vorbereitet (Wagen und Mini Camper gekauft und ‘gefittet’) und eingelebt. Danach erstmal 2 Monate durch die Süd-Ost Ecke des Landes gereist, in Brisbane am Rainbow Beach niedergelassen, Job gesucht und nach 8 Wochen gefunden. Der eine arbeitet, der andere sucht Wohnung, Kindergarten und alles andere. Der Campingplatz ist unser zu Hause (siehe Bild). Das Haus, die Freunde und das Leben kommen und bleiben.

Am Scheideweg

Das Heimweh ist da, keine Frage. 20.000 km weg von zu Hause.Das Brot schmeckt einfach besser in Deutschland. Dafür scheint die Sonne länger und ausgiebiger …

Wie gewinnt man

‘Futti’ anstatt ‘Fussball’, ‘BBQ’ anstatt ‘Videoabende’, ‘ABC News’ anstatt ‘Tagesschau’, ‘The Australian’ anstatt ‘FAZ’, ‘G’Day mate’ anstatt ‘Guten Tag’, ‘No worries’ anstatt ‘Bis morgen EOB’, ‘Making Friends’ anstatt ‘auf der Couch hocken’, ‘Go Hard’ or ‘Go Home’, sonst wird das nix, ehrlich.

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Die 3 Mythen des Auswanderns

Januar 13th, 2010 — 11:20am

Auswandern war schon immer en vogue. Seit Jahrhunderten und weit darueber hinaus verlassen die Menschen die Laender in denen sie zur Welt gekommen sind und viele Jahre Ihres Lebens verbracht haben.

Und seit diesen Zeiten bis heute ranken sich viele Mythen ums Auswandern.

Mythos 1 – Auswander ist einfach

Viele glauben, man geht einfach, kommt an und alles wird gut. Weit gefehlt. Asuwandern ist harte Arbeit und man braucht eine gehörige Portion Glück. Das stellen viele erst fest, wenn Sie viele Brücken in Deutschland eingerissen haben und bereits im neuen Land angekommen sind. Es dauert viele Monate, wenn nicht Jahre bis man das Land verlassen kann. Der Job will gekündigt werden, das Visum beantragt werden, die Wohnung verkauft bzw. der Mietvertrag gekündigt werden, Versicherungen und Kredite muss man ebenfalls berücksichtigen und so weiter und so fort. All das braucht Zeit und ist harte Arbeit. Wenn ich nur an die langen Nächte zurück denke in den wir unsere Visumsunterlagen landgerecht sortiert haben, dann wird mir heute noch ganz anders.

Das Ankommen im neuen Land ist ebenso schwierig wie das Heimatland zu verlassen. Der Ort in dem man Leben will muss gefunden werden, auch eine adequate Arbeit kommt nicht auf einen zugeflogen, Freunde liegen auch nicht einfach auf der Strasse rum und auch hier lässt sich die Reihe beliebig fortsetzen.

Mythos 2 – Auswandern ist billig

Auch das ist ein Trugschluss. Natürlich kommt es ganz darauf an in welches Land man geht. Aber, die Zeit vom letzten Gehalt in Deutschland bis zum ersten Gehalt im neuen Land will überbrückt werden, der Umzug muss bezahlt werden, Flug- und Reisekosten müssen berücksichtigt werden, auch Versicherungen und Kredite (soweit vorhanden) müssen weiter bedient werden. All das sind Kosten die schnell mal vergessen werden. Dazu kommt noch das gewisse Währungsrisiko, sprich, zwischen dem Einkommen im Zielland und den möglicherweise noch bestehenden Kosten in Deutschland liegt ein Umrechnungskurs der schnell die umgerechten Euros dahinschmelzen lässt. Speziell Australien wird im Bezug auf die Kosten schnell unterschätzt, denn hier spielt die Entfernung und somit die daraus resultierenden Flug- und Umzugskosten eine zusätzliche wesentliche Rollen. Wenn dann noch eine gesamte Familie zu berücksichtigen ist, kommt schnell ein fünfstelliger Betrag zustande. 

Mythos 3 – Auswandern macht glücklich

Das hängt ganz von Ihnen, Ihrem Händchen und natürlich ein wenig Glück ab. Am Anfang macht es Spass im neuen Land anzukommen, dann kommt der Scheideweg, der Puntk an dem es sich entscheidet ob Sie im neuen Land bleiben werden oder Sie doch wieder den Rückzug antreten werden. Vor Ihnen liegen einige Herausforderungen und Fallstricke die es zu meistern gilt. Ob Sie glücklich werden, liegt wie gesagt an Ihnen und kommt nicht automatisch mit dem Auswandern.

Summa sumarum muss man vor allen Auswandern den Hut ziehen. Den in dem einen oder anderen Sinne haben sie all diese Mythen in der einen oder anderen Form kennengelernt und haben die Herausforderungen angenommen.

Überlegen Sie es sich zweimal bevor Sie gehen, denn dieser Weg kann auch vor Ihnen liegen.

 

 

 

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Simuliertes Auswandern

Januar 11th, 2010 — 11:20am

Bei diesem Wetter denken schon wieder viele an das Auswandern. So richtig rauskommen ist nicht so einfach wie viele der Geschichten zeigen, jedoch kann man dies auch simulieren.
Wer schon immer mal das Auswandern simulieren möchte, sollte einfach mal in einen Luxus Day Spa gehen. Gestern war ich mit meiner Frau in einem solchen, das Kur-Royal – Day Spa in Bad Homburg, Deutschland (link).

In diesem Spa kann man in drei Stunden so gut wie jede Auswandererfahrung machen. Dieses Day Spa hat diverse Raeume mit unterschiedlichen Dimensionen fuer Wellness und Wohlbefinden. Also nichts wie rein und fuehlen wie im Land der Träume, hier ein Auszug:

1) Das Steinofenbad (ca. 55 Grad)

Hier bewirken die Elemente Feuer, Stein und Wasser einen milden Saunaeffekt. Es war warm, schwuel und wenn die erhitzten Steine automatisch aus dem Feuer in das Wasser bewegt wurden, war das wie ein kleiner Aufguss.

Simuliertes Auswanderziel: Brasilien – Regenwald

2) Sand – Licht – Bad

Warmer Sand, Meeresrauschen, Sonnenschein und das simuliert von Morgens bis Abends. Man liegt auf warmen Sand schaut auf eine Wand und in 20 Minuten wird es Tag, Abends, Nachts, Morgengrauen und wieder Tag. Das alles wohl temperiert.

Simuliertes Auswanderziel: Australien – Ein Tag am Strand (ohne Sonnenbrand)

3) Kräuterdunstbad

Warme Holzbänke laden zum verweilen ein. Milde, ansteigende, trockende Wärme steigt auf. Der beheizte Fussboden ist mit frischen Tannenzweigen ausgelegt und würziger Kräuterduft durchdringt den Raum. Die Augen zu und man ist ganz wonaders.

Simuliertes Auswanderziel: Finnland – Im Sommer (ohne Muecken)

4) Eisbrunnen

Eisnebel und eine Hageldusche. Auch wenn man das in diesem Tagen auch direkt vor der Tür genießen kann ist dies genau richtig nach der Rückkehr aus dem brasilianischen Regenwald. Man kann sich abkühlen ohne vorher viele Stunden im Flugzeug verbracht zu haben :-) Das prickelnde Gefühl auf der Haut ist nicht zu leugnen.

Simuliertes Auswanderziel: Grönland oder Island – Im Winter

Man muss also gar nicht erst gehen um zu wissen ob man ein anderes Klima verträgt.

Tipp: Vor Ort ausprobieren bevor man es wagt :-)

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Neues vom Auswandern

Januar 3rd, 2010 — 1:42pm

Hier mal wieder einige Mythen, Perlen und Geschichten aus der Welt
des ‘Auswanderns’:

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